Bärentrek 2007
S'Wandergrüppli unterwegs auf Wegen entlang der Berner Gestirne: Von Meiringen nach Frutigen
Samstag 8. September
Die zügige Anreise erfolgt entlang der Aare bis zu einer ihrer schmälsten Stelle der Aareschlucht. Übernachtet haben wir in der Schwarzwaldalp, in netter Atmosphäre gut gespiesen und uns in frischer Bergluft für den nächsten Tag mit viel Schlaf gestärkt.
Sonntag 9. September
Nebel versteckt die Täler, die grosse Scheidegg im Sonnenlicht mit Blick auf den Eiger. Es könnte ein blendender Tag werden. Über Grindelwald geht es hoch auf nach Alpiglen, das letzte Stück mit dem Zug, da die Tage schon recht kurz sind.
Montag 10. September
Der morgendliche Aufstieg zur kleinen Scheidegg ist kühl. Herrlich wird der Tag, auch der Abstieg in die Tiefe durch die trümmligen Fälle in Richtung Naturfreundehaus Stechelberg. Zum Znacht gibt es was à la carte, zum Dessert die Schwarzwäldertorte für den jubilierenden Gast und zum nächsten Zmorge, nochmals Torte. Selbst der Gastgeber ist begeistert und entschwindet mit dem letzten grossen Stück.
Dienstag 11. September
Gemächlich geht es der Sefinen Lütschine entlang Richtung Rotstockhütte. Die Landschaft ist herrlich, der Weg auch sehr schön. Auf der Hütte erwartet uns der Nebel und ein heimeliges Interieur. Nach dem grossartigen Znacht sind wir begeistert, nur lässt sich mit vollen Bäuchen im typischen Massenschlag nur schlecht ruhen. Doch in dieser Nacht lohnt sich der Gang ins kalte Draussen: Der Nebel ist weg und die Nacht sternenwunderbar.
Mittwoch 12. September
Heute geht es mal so richtig bergauf, die Sefinenfurke hat steile letzte Meter. Da weiden sogar ein paar Gemsen. Oben angekommen entscheiden wir uns bei prächtigem Wetter für die flachere Umgehungsvariante, werden entschädigt mit grandiosen Gletscheransichten des Blüemlisalpmassivs. Im Kiental erreichen wir das Gasthaus Gölderli, ein wenig müde, doch bereit für die Königsetappe von Morgen.
Donnerstag 13. September
Bevor es bergauf geht, reduziert sich die Gruppe auf die alpin Unerschrockenen. Das Hohtürli erwartet uns und wir steigen über die Alpen hoch zu den letzten Treppen der steilen Passage. Es geht happig bergauf, atemraubend, doch der Übergang als Aussichtsplattform atemberaubend. Den Abstieg geniessen wir dann, finden vor dem Oeschinensee noch ein optimal plaziertes Bergbeizli, bevor wir kurz vor Znachtkontrollschluss unsere Logis am See über Kandersteg beziehen.
Freitag 14. September
Nochmals geht es in die Höhe. Aber zuerst steigen wir ab nach Kandersteg und fahren dann per Seilbahn auf die Allmenalp. Ist auch schön so. Der Aufstieg ist halb wolkig, halb ganz düster, es fehlen die Gletscher und die farbenfrohen Touristen aus aller Welt. Auf dem Pass erblicken wir Adelboden und raten bezüglich Standort Berghaus Obere Bonderalp um die Wette. Wir werden erwartet, geniessen den Bergabend vor dem Haus. Der letzte Abend wird wunderbar, das Alplerznacht und die Alphorntöne und en tüfe gsunde Schlof im ziemlich stallig miefenden Massenlager.
Samstag 15. September
Ein weiter Weg liegt hinter uns, es geht zurück ins Tal, entlang den Bergen runter nach Frutigen. Auch der letzte Tag verspricht Wanderwetter und beschliesst eine Woche, welche wieder mal gezeigt hat wie schön das Berner Oberland ist. Wir haben es genossen.